Aus 'Oskars Abenteuer' von C.E.Fischer

Presse


Das Verhältnis des Cünstlers zu seinen Kritiken ist ein höchst sonderbares. Falls der Kritiker etwas von Musik versteht, so wird er uns loben müssen. Tut er das wider Erwarten nicht, hat er es versäumt, genau hinzuhören, denn hätte er dies getan, wären ihm die subtilen Nuancen unserer einzigartigen Interpretation nicht entgangen. Dann wiederum hätte er uns loben müssen. Also ist es absolut unbegreiflich, daß es so etwas wie schlechte Kritiken überhaupt gibt.
(Von derartigen Spitzfindigkeiten einmal abgesehen, kann man sich bisweilen schon glücklich schätzen, wenn die Namen der Gesangssolisten überhaupt und noch dazu orthographisch richtig wiedergegeben sind!)
Aber seien Sie beruhigt, bis jetzt habe ich ausschließlich gute Kritiken bekommen. Und außerdem glauben Sie doch nicht wirklich, daß irgend jemand mit seinen schlechten Kritiken hausieren ginge.
Zugegeben, wahre Größe zeigt sich im Umgang mit den eigenen Niederlagen. Ich würde Ihnen auch wirklich gern wenigstens einen fröhlichen Verriß präsentieren, aber, ich habe, wie ich schon sagte, bisher nur gute ...


  


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